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Epilepsie

Informationen für Betroffene und Angehörige

Vagusnervstimulation

Die Vagusnervstimulation (VNS) oder auch Vagusstimulation ist ein neurochirurgisches Verfahren, das bei Epilepsie angewendet werden kann, wenn medikamentöse Behandlung bzw. Epilepsiechirurgie nicht den gewünschten Therapieerfolg ermöglichen.


In einer Operation wird ein Schrittmacher im Bereich des Schlüsselbeins eingesetzt, dessen Elektroden an den linken Nervus vagus angeschlossen werden. Der Nervus vagus ist einer der paarigen Hirnnerven, die aus der linken bzw. rechten Schädelhälfte austreten und in den Körper führen. Der Schrittmacher stimuliert den Nerv in bestimmten Abständen für einen gewissen Zeitintervall (z. B. alle fünf Minuten für eine Dauer von 30 Sekunden) mit elektrischen Impulsen. Diese Stimulation kann durch einen Sender später programmiert und an die therapeutischen Erfordernisse angepasst werden.

Jedoch nicht nur der Arzt, sondern auch der Patient kann den Stimulator direkt beeinflussen. So kann der Impulsgeber z. B. sofort aktiviert werden, wenn ein Anfall droht. Dazu muss lediglich ein Magnet über die Stelle gehalten werden, an der sich der Schrittmacher befindet. Auf diese Weise können Betroffene oder Angehörige ggf. einen Anfall verhindern, verkürzen oder zumindest lindern. Studien, die die Wirksamkeit des Einsatzes bei akuten Anfällen belegen, existieren jedoch noch nicht. Außerdem kann der Schrittmacher ggf. auch deaktiviert werden. (ah)

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Für Epilepsie-Erkrankte ist es empfehlenswert, einen Internationalen Epilepsie Notfallausweis (IENA) bei sich zu tragen. Im Falle eines epileptischen Anfalls oder eines Unfalls kann dieses Dokument Ersthelfern oder Klinikpersonal wichtige Informationen liefern, die u. U. lebensrettend sein können.

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